Herzliche Einladung zur Feierlichen Enthüllung zweier Gedenktafeln für Hermann Kirchner und Carl Martin Römer


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit ergeht an Sie die herzliche Einladung zur Teilnahme an der Feierlichen Enthüllung zweier Gedenktafeln zu Ehren des Komponisten und Chorleiters Hermann Kirchner sowie des ehemaligen Hauptpastors von Mediasch, Carl Martin Römer.

Die Veranstaltung findet statt:

7. Oktober, um 9.30 Uhr, vor dem Gebäude Honterusstraße 7.

Die Evangelische Kirchengemeinde A.B., das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien, die Heimatgemeinde Mediasch e.V. sowie die Stadt Medias ehren mit Hermann Kirchner einen Musiker, dessen Lebensweg durch unsere Gegend ihn zunächst nach Mediasch führte, wo er als Chorleiter und Komponist von 1893 bis 1900 wirkte. Weitere Stationen waren Hermannstadt (1900-1906) und schließlich Bukarest, wo er am Staatskonservatorium eine Professur erhielt. Mit Fug und Recht kann man Hermann Kirchner als Wegbereiter der Idee eines durch die Kunst geeinten Europa bezeichnen. Er verließ Berlin, um in eine transsilvanische Kleinstadt zu ziehen, wo er sein musikalisches Schaffen den Siebenbürger Sachsen wie auch den Rumänen Transsilvaniens gleichermaßen widmete. In Hermannstadt und Bukarest leitete er sowohl sächsische als auch rumänische Chöre. Und nicht zuletzt zog er auch aus beiden Welten seine Inspiration. In seinen Kompositionen spiegelt sie sich wieder – die Folklore der Siebenbürger Sachsen aus dem Kokeltal, und ebenso wirkungsvoll deren rumänisches Pendant aus den Marginime und dem Baragan. Dies war sein Beitrag zur Völkerverständigung, auf der Basis des musikalischen Schatzes beider Volksgruppen.

Hermann Kirchners Verdienst ist es, gemeinsam mit Carl Martin Römer ein Lied geschaffen zu haben, das die Herzen aller Zuhörer erreicht. Aus der Feder des Textdichters Römer waren poetische Zeilen über Liebe, Schwermut und Lebewohl geflossen: das Original trägt in breitestem Sächsisch den Titel „Bäm Holderstroch“; die Rumänen kennen es als „Sub crengi de soc“. Kirchner schuf dazu eine typisch siebenbürgische Weise, die schon bald nach der Uraufführung in Reichesdorf ihren Weg in das Repertoire der rumänischen Volksmusik fand. Dieses Lied war, wie auch weitere Kompositionen Kirchners, zu Beginn des 20. Jahrhunderts so beliebt, dass es in keiner Sammlung siebenbürgischer wie auch rumänischer Chöre dieser Epoche fehlen durfte.

Wir freuen uns, mit dieser Veranstaltung eine Initiative aus dem Jahr 2012 weiterführen zu können, die die Anbringung von Gedenktafeln für Adolf Haltrich, Friedrich und Wilhelm Folberth zum Ziel hatte. Seien Sie nochmals herzlich zur Teilnahme an dieser kleinen Feierlichkeit eingeladen, in deren Anschluss die evangelische Kirchgemeinde zu einem Empfang bittet!

Text Übersetzung: Heike Lammers

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